(Be)greifbare PunkteInspiriert von der Kunst der australischen Ureinwohner versucht sich die gebürtige Wienerin seit 1996 in Punkten. Im Sommer 1997 entstanden die ersten erzählenden Motive auf T-Shirts, wenig später wechselte der Untergrund, das Farbmaterial sowie die Größe der Werke über Satin und Seide hin zur Leinwand. Alleine die Technik, Farbe mittels verschieden dicker Stäbchen ohne vorherige Skizzen aufzubringen, blieb dieselbe.

Obwohl der Punkt der Aborigines den Grundstein zu ihren Bildern bildet, besteht Tjaky darauf, nichts anderes als nur diesen zu übernehmen und keinerlei Bezug zur australischen Traumzeit und ihren Symbolen zu setzen.

Die Geschichten, die sich in Tjakys haptischen Motiven finden, entspringen ausschließlich den Visionen und Beobachtungen des Autodidaktes.

Der Sprung in die Dreidimensionalität läßt die Arbeiten fühlbar werden - jedem, der saubere Hände hat, sei es erlaubt, mit offenen oder geschlossenen Augen darüberzustreichen und die Farben und Dinge auf der Leinwand zu (be)greifen.
