Wie es weiterging
1904 - 1927



"Unfall im Raxgebiete. Der Pächter unseres Carl-Ludwighauses Herrn Hahndl wurde am 14. Jänner beim Abstieg von der Rax von einer Lawine überrascht, kam jedoch glücklicherweise mit geringen Verletzungen davon. Herr Hahndl war im Begriffe zu Tal zu steigen, um in gewohnter Weise an unserem Kränzchen teilzunehmen, als am Karlgraben sich eine Lawine loslöste und den einsamen Wanderer ein großes Stück mitriß. Er konnte sich retten und erlitt nur eine Verstauchung der Hand und des Fußgelenkes. - Zur gleichen Zeit wurde durch den Schneesturm, der im Raxgebiete furchtbar wütete, die Telephonleitung zerstört, so daß das Carl Ludwighaus durch mehrere Tage von jedem Verkehr abgeschnitten war."
(ÖTZ, 1. Feb. 1905, Nr. 3)



m 23. September 1906 fand die Eröffnung des neuerbauten Schlangenweges statt. Im Oktober 1908 wurde ein weiterer Zubau am Karl Ludwig-Haus nach den Plänen des Bauinspektors Max Fiebinger durch den Vizepräsidenten Franz Matras eröffnet. Die "Bärenlocher" und "D'Nußberger" hatten je eine Zimmereinrichtung gespendet.



Am 8. August 1909 wurde die Übergabe jenes Eckzimmers im 1. Stock gefeiert, welches Franz Matras auf seine Kosten mit einer vollständigen Einrichtung versehen hatte. Ganz besonders wurde während des Festmahles Frau Lina Matras geehrt, die an der Ausschmückung des Raumes maßgeblich beteiligt war.

"Das weitblickende Präsidium und der Ausschuß des Klubs bemühten sich um den Erwerb des Grundes, auf dem das bereits stattliche Karl Ludwig-Haus stand. Da der Grund dem k. k.Ürar gehörte, waren langwierige Verhandlungen notwendig, bis es im Februar 1910 endlich gelang, mit Genehmigung des Ackerbau- und Finanzministeriums einen Kaufvertrag abzuschließen. Damit war der Bestand des Hauses in grundbücherlicher Hinsicht für alle Zeiten gesichert." (ÖTZ, 66. Jg., 1952)



Hahndl bewirtschaftete in dieser entscheidenden Zeitspanne zur besten Zufriedenheit der Gäste sowie der Klubleitung das Haus. Ab 1915 übernahm er die Bahnhofsrestauration in Payerbach-Reichenau.

Während des Ersten Weltkrieges bewirtschaftete Karl Kitzler unter schwierigen Umständen das Haus. Ihm folgte 1918 der bereits bewährte Bewirtschafter der Fischerhütte auf dem Schneeberg, Karl Souschek. Sein Aussehen trug ihm den Spitznamen "Berggeist von der Rax" ein und sein humorvolles Wesen brachte neue Freunde auf das Haus. Nach dem Ersten Weltkrieg wuchs mit dem gewaltigen Aufstieg der Bergsteigerei die Zahl der ständigen Besucher.

Die Eröffnung der Raxseilbahn am 9. Juni 1926 brachte mehr und mehr Touristen auf den Berg. Im selben Jahr wurden am Karl Ludwig-Haus die Dachflächen instand gesetzt, zwei Senkgruben und 50 m Betonrohrkanal angelegt, sowie einige Zimmer und der Gang neu tapeziert.

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by fj1200
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