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![]() Das Heldendenkmal ![]() |
ereits
1926 begann der Transport der Baumaterialien für das Heldendenkmal
auf der Heukuppe, der durch den Winter unterbrochen wurde. Sofort
nach dem Freiwerden der Steige vom Schnee machte man mit der
Sprenung des erforderlichen Bausteines weiter. Oberst Lutz und
Major Marinek lieferten in Tag- und Nachtübungen tatkräftige
Mithilfe mit ihren Pionieren und "Sappeuren.
Die über 200 kg schwere
Gedenktafel aus Carraramarmor, eine Spende der Siemens-Halske A.G., erforderte eine
40stündige ununterbrochene und sehr mühevolle Arbeit von 16 Mann, um sie vom Bahnhof
Payerbach bis auf die Heukuppe zu schaffen.
"Seinen im Weltkriege 1914 - 1918 gefallenen Mitgliedern, der Österreichische Turisten-Klub,
1926!" soll lt. ÖTZ (Nov. 1926) auf der Originaltafel, die auf der Ostseite des Heldendenkmals angebracht
war, gestanden haben. "Dem Gedenken der Mitglieder des Österreichischen Touristenklubs, die in den
beiden Kriegen 1914 - 1918 u. 1939 - 1945 in treuer Pflichterfüllung für ihre Heimat gefallen sind.
1956" findet man auf der heutigen.
"Nur durch solch begeisterte Helfer gelang es unserem Zentralausschußmitglied
Baumeister Schwanda, dieses schöne Denkmal mit den zur Verfügung stehenden geringen
Mitteln nach dem uneigennützig beigestellten Entwurfe des Professors Architekten Jäckel (Technische Hochschule Graz)
kunstgerecht und wetterfest, unseren im Weltkriege gefallenen Mitgliedern zur Ehre, zu errichten.
Wahrlich auch ein Denkmal der Kraft und Größe unseres Klubs.
Die Gesamtkosten betrugen 8060
Schilling." (ÖTZ, Juni 1927, F. 6, 47. Jg.)
Zum Vergleich aus derselben Zeitschrift aus einem Inserat: Schnittkäse 1/4 kg S -,60
bis -,90; Burenwurst 1/4 kg S -,60; Polnische 1/4 kg S 1,10; Salami 1/4 kg S 2,75; Himbeersaft
1-kg-Flasche S 2,-.
Am Sonntag, den 17 Oktober 1926, einem "Herbsttag voll schöner Stimmungen" wurde das Heldendenkmal
eröffnet. Probst und Erzdechant Dr. Alois Wildenauer von Wiener Neustadt leitete die
Veranstaltung mit einer feierlichen Messe und Bergpredigt ein. Das Denkmal war zum Altar gewandelt.
Unter der Leitung von Reg.Rat Prof. Vinzenz Goller sang der Chor der Sektion Klosterneuburg
des ÖTK die "Deutsche Messe" von Schubert. Geschützdonner der in der Nähe aufgestellten Gebirgsbatterie
begleitete die Höhepunkte der Weihhandlung. Und natürlich durften auch nicht die Reden zahlreicher
Vertreter der alpinen Vereine und Gesellschaften fehlen.
Um das Heldendenkmal finden sich zahlreiche Gruben, deren Regelmäßigkeit und
Zugangsmöglichkeit beweist, daß es sich nicht um natürlich ausgeschwemmte Löcher handelt, ebenso
drei betonierte Verankerungsmöglichkeiten, deren Funktion mir niemand erklären konnte. Einer der
ortsansässigen Bauern erzählte mir, daß das Heldendenkmal das Gesellenstück ("Freistück")
eines Maurergesellen war und heute keiner Betreuung unterliegt.