Das Raxkircherl
erbaut 1936

ange vor 1934 wurde auf Anregung von Pfarrer R. Mikulaschko von der Prein der Bau eines Bergkirchleins auf der Raxalpe neben dem Karl Ludwig-Haus erwogen. "Dem vorbereitenden Komitee, an dessen Spitze Propst Dr. Alois Wildenauer steht, gehören Präsident Direktor Matras, Präsident Dr. Schutovits und Vizepräsident Schimek sowie Kommerzialrat Richard Schellbach an; den Ehrenschutz haben Kardinal Dr. Innitzer und Wiens Bürgermeister Richard Schmitz übernommen. Vor kurzem konnte bereits der Baugrund abgesteckt werden. Die Baukosten werden sich auf etwa S 20.000,- belaufen." Um die nötigen Mittel zusammenzubekommen, wurden 'Bausteine' zu S -,50 verkauft." (GF 45. Jg.)
Im September 1934 sind die Vorarbeiten für den Bau bereits sehr weit fortgeschritten. Für den Oktober desselben Jahres ist die Grundsteinlegung geplant.

Im Oktober berichtet "Der Gebirgsfreund" von den zahlreichen Geld- und Sachspenden:
"Podium und eichene Ballustrade von Frau Prochanka, Wien 8; Altardecke von Professor Hold, Wien 18; vier Altarleuchter von Frau Lonker, Wien 16; je ein Votivfenster von den Herren Eberhardt, Wien 3, Dompropst Dr. Wildenauer, Wien 9, und 'Ungenannt'." (GF, 45. Jg.) Weitere Spenden.

Doch die geplante Grundsteinlegung wurde immer wieder verschoben, zuletzt bis auf die 2. Maihälfte 1935. Seine Eminenz Kardinal Dr. Theodor Innitzer nahm an den Sitzungen des Baukommitees teil und sagte zu, das Kirchlein selbst einzuweihen.

Mitte April 1936 ergeht vom Verein zum Bau und zur Erhaltung des Raxkirchleins die Verständigung, daß der Bau in nächster Zeit begonnen und die Einweihung am 20. September desselben Jahren erfolgen kann.

15. Juni 1936: Die erforderlichen Sprengungen und Vorarbeiten für den Bau wurden aufgenommen.

Am 20. September 1936 war es tatsächlich soweit: Kardinal Erzbischof Dr. Innitzer weihte das zum Gedenken an alle im Krieg und am Berg gefallenen Bergsteiger ein. Ca. 1.500 Festgäste wohnten der Feier bei. Der Preiner Männergesangsverein trut Schuberts "Deutsch Messe" vor. Eine Kompanie des Selbständigen Artillerieregiments Payerbach gab Salutschüsse ab. Innitzer hielt eine Rede und ihm taten es Dompropst Dr. Alois Wildenauer (der die Anregung zum Bau des Kirchleins gegeben hatte), Bürgermeister der Stadt Wien Richard Schmitz und Obmann Komm.-Rat Leopold Schimek des Vereins zum Bau und zur Erhaltung des Kirchleins, sowie Präsident Dr. Schutovits, die Vizepräsidenten Landl und Vogler.

Das Kirchlein wurde von Baumeister Hermann Kubacsek nach den Plänen des Architekten Edmund Zacher (beide übrigens bekannte Bergsteiger) erbaut.

Im Raxkirchlein wurde auch in einem Buch die Namen aller an der Rax tödlich abgestürzten Bergsteiger eingetragen. Es wurde aber bald mehr als nur eine Totengedenkstätte - auch zu einer Hochzeitskirche für viele BergsteigerInnen.



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