Zimmer

ls ich mich 1990/91 immer wieder am Karl Ludwig-Haus aufhielt, versuchte ich, das, was ich aus alten Schriften erfahren hatte, den Räumlichkeiten wieder zuzuordnen.

Plan Erdgeschoss
Plan 1. Stock
Plan 2. Stock

Nach unbeweglicher Zimmereinrichtung konnte im 1. Stock identifiziert werden:

Hostnig-Zimmer (Nr. 1) - alte Inventarliste mit dazugehörigem Inventar,
Vineta-Zimmer (Nr. 2) - Inventarliste in die Einrichtung integriert,
Karl-Ludwig-Zimmer (Nr. 4) - Schild über der Türe,
Toni-Ganauser-Zimmer (Nr. 6) - Glasschild in der Türe,
Waldmeister-Zimmer (Nr. 14) - Vereinstafel im Zimmer,
Nussberger-Zimmer (Nr. 15).

Eine weitere relativ sichere Identifikation ergab sich bei folgenden Zimmern:

Nanni-Zimmer (Nr. 5) - durch das Auffinden einer Buchhülle,
Matras-Zimmer (Nr. 16) - durch die Wandteppiche mit Monogramm "FM",
Höllentaler-Zimmer (Nr. 7) - anhand eines Literaturhinweises in der ÖTK-Zeitung über den 3. Umbau und der Bilder an den Wänden in diesem Raum.

Im Zimmer Nr. 9 hängt ein Porträt Karl Kantners, was ev. auf das Karl-Kantner-Zimmer schließen Läßt. Da Karl Kantner Obmann des Alpinen Vereins "D'Bärenlocher Gmoa auf der Rax" war und die Literatur darauf hinweist, daß dieser Verein eine Einrichtung spendete, muß in Frage gestellt bleiben, ob das Karl-Kantner-Zimmer jenes von den Bärenlochern gespendete war und zu Ehren ihres Obmannes so genannt wurde, oder ob Karl Kantner selbst eine Einrichtung spendete und der Alpine Verein ein eigenes Zimmer hatte.

Nr. 17: das sog. Pfarrer-Zimmer - ein sehr geräumiges 4-Bett-Zimmer;

Nr. 8: mit blauschwarz gestreiftem Stoff tapeziert, dazu passend die Sesselposterung, ovaler Tisch mit passendem Sessel;

Nr. 10: holzverkleidet - heute zum Wasser- und E-Zimmer unfunktioniert;

Nr. 11: holzverkleidet - heute ein 4-Bett-Lager, zum Zeitpunkt der Übernahme der jetzigen Pächter eine Gerümpelkammer;

Nr. 12: spartanische Einrichtung. Bilder eines Mannes und einer Frau ohne Namen.

Ohne Nr.: sog. "Stellagenkammerl", ein holzverkleidetes, kleines Zimmer, dessen Wände vermuten lassen, daß es ebenfalls einmal ein eingerichtetes Zimmer war.

Eine gesonderte Frage stellt sich beim "Pächter-Zimmer" welches sich bei der Übernahme ebenfalls als Gerümpelkammer vorstellte. Es bleibt ungeklärt, ob das Pächter-Zimmer oder das Stellagenkammerl einst  die Nr. 3 trug.

Anstelle des 13er-Zimmers existiert ein zweites 12er-Zimmer (sog. 12a), dessen kahle Wände vermuten lassen, daß es nie eingerichtet war. Es wird heute als Wäschekammer benutzt.

Ein unnumerierter Raum ist die "Holzkammer", dessen Rauminhalt und Ausstattung darauf schließen läßt, daß es nie ein bewohntes Zimmer war.

Damit verlassen wir den 1. Stock und begeben uns in den 2. Stock, wo uns die 18 im Jahre 1928 zugebauten 2-Bett-Zimmer erwarten.

Die Ausstattung der Zimmer 18, 19, 20, 21, 32 und 33 läßt vermuten, daß auch diese sechs Zimmer gespendetes Inventar beinhalte(te)n, wobei Nr. 19 (htg. Zimmer des Hüttenwartes mit Bibliothek) und Nr. 20 ganz besonders schön ausgestattete Zimmer sind. Leider fand sich bislang kein Hinweis auf die edlen Spender.

Zimmer 21(a) bis 31 und 34 zeigen sich kahl und trostlos. Zu bemerken wäre noch, daß zwei Zimmer mit der Nr. 21 existieren.

Von den identifizierten Zimmern existieren an Zimmer-Tafeln:

Hostnig-Zimmer, Karl-Ludwig-Zimmer (2 Stück), Toni Ganauser-Zimmer, Karl Kantner Zimmer und Matras-Zimmer.

Die Schilder "Dr. Emil Hait Zimmer", "Steiner-Zimmer" und "Strasser-Czeika-Zimmer" können bislang keinem Raum zugeordnet werden.

Für das Vineta-Zimmer, das Nanni-Zimmer, das Waldmeister-Zimmer und das Nussberger-Zimmer konnten keine Tafeln aufgefunden werden.

Daß tatsächlich eine Zimmereinrichtung von Mizzi Langer-Kauba sowie von Ludwig Mayerhofer gesprendet wurde, ist nicht bewiesen, sondern nur aus einem Literaturhinweis bekannt.

Sollten tatsächlich 16 Zimmer gespendet gewesen sein, so lassen die Zimmereinrichtungen nur noch auf 12 weitere schließen.

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by fj1200
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