-BEZIRKE

5. Bezirk, Margareten

Margareten verdankt seinen Namen einer frühchristlichen Märtyrerin. Margareta von Antiochia war die Patronin der Kapelle im Gutshof, der sich im Zentrum der mittelalterlichen Siedlung befand.

Eingemeindung: Aufgrund der Provisorischen Gemeindeordnung vom 6. März 1850 wurden die 34 Vorstädte, die innerhalb des 1698 festgelegten Burgfriedensrayons bzw. des 1704 angelegten Linienwalls lagen, mit der Stadt Wien vereinigt. Sie wurden in acht Bezirke eingeteilt, deren Grenzen entlang der radialen Ausfallsstraßen verliefen. Am 5. Oktober 1891 wird der südwestliche Teil von Wieden abgetrennt und unter dem Namen "Margareten" ein eigener Bezirk. Ursache für diese Teilung ist zum einen die Größe des Bezirks, die eine Überwachung erschwerte, zum anderen die unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Struktur der beiden Bezirksteile. Das Marareten des Jahres 1861 bestand aus den ehemaligen Vorstädten Hundsturm, Lamenzergrund, Margareten, Matzleinsdorf, Nikolsdorf udn Reinprechtsdorf sowie aus Teilen von Hungelbrunn und Wieden. Damals gehörten auch Teile von Favoriten und Meidling zum 5. Bezirk, meist Areale, die vor der Linie lagen.

Auf dem Brunnen auf dem Margaretenplatz finden wir Margareta von Antiochia, die über den Drachen Triumphiert, wieder. Die Bürger des Dorfes strifteten den Brunnen aus Dankbarkeit gegenüber Kaiser Franz, der ihnen 1829 erlaubte, die Hofwasserleitung mitzubenützen, die von den Quellen der Siebenbrunnenwiese in die Hofburg führte. Es war damals der einzige öffentliche Brunnen in Margareten, der im historischen Kern des Bezirkes seinen Standort gefunden hat.

St.-Johann-Park: Zum 100. Todestag des Komponisten Franz Schubert wurde am 19. November 1928 von der Bezirksvertretung Margareten, dem Margaretener Männergesangsverein und dem Arbeitersängerbund Margareten eine Linde, die sog. "Schubertlinde", gepflanzt - der Gedenkstein erinnert daran.

Schönbrunner Str. 124: In unmittelbarer Nähe der Zugbrücken über den Linienwall-Wassergraben standen die Linienkapellen, die alle dem Brückenpatron, dem hlg. Johann von Nepomuk, gewiht waren. Die an der Hundsturmer Linie 1759 erbaute einfache barocke Kapelle war ursprünglich von acht lebensgroßen Heiligenstatuen flankiert. Vier dieser Statuen (hl. Florian, Josef, Ludwig und Rochus) stehen seit 1896 im Garten des Hauses in der Linzer Str. 466 (14. Bezirk).

Landstraße

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