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Die Namen der 23 muß in Wien jeder
Volksschüler lernen. Schnell hat er sie wieder vergessen. Hier sollen in
erster Linie die liebenswürdigen, manchmal amüsanten oder ungewöhnlichen
Geschichten erzählt werden. Der ausführliche historische Bericht findest
du in einem weiterführenden Link.
Starke Auswirkungen auf die Entwicklung der Bezirke hatte die alte Stadtmauer
und der Linienwall.
| 1704 |
Bau des Linienwalls zum Schutz der Vorstädte |
| 1850 |
Eingemeindung der Vorstädte, Einteilung
in 2. - 9. Bezirk |
| 1857 |
Abbruch der Bastei und Baubeginn der
Ringstraße |
| 1874 |
Eingemeindung des 10. Bezirks |
| 1890/92 |
Eingemeindung der Vororte und Einteilung
in 11. - 19. Bezirk |
| 1893 |
Linienwall abgerissen |
| 1938 |
Stadterweiterung, Einteilung Wiens in
26 Bezirke |
| 1946 |
Stadterweiterung von 1938 teileweise
wieder rückgängig gemacht. |
Der Linienwall
Prinz Eugen stellte 1704 den Antrag an den Hofkriegsrat, zusätzlich zur Stadtmauer
eine äußere Befestigungsanlage zu errichten, welche die Vorstädte,
die sich zwischen heutiger Ringstraße und Gürtel befanden, schützen
sollte. Dort, wo sich heute der Gürtel befindet, wurde ein 4 m hoher und
genauso breiter Erdwall aufgeschüttet, der 1738 mit Ziegeln ausgemauert wurde.
An der stadtauswärtigen Seite verlief ein Wassergraben.
Wer die großen Ausfallsstraßen benutzte, mußte durch Tore fahren
und über den Wassergraben führten Zugbrücken. Im Falle einer Bedrohung
der Stadt wurden die Tore mit starken Eisengittern geschlossen und die Zugbrücken
hochgezogen. Die Anlage diente aber auch der Finanz, denn alle Waren, die nach
Wien gebracht wurden, mußten in den Linienämtern, die in den Toren
untergebracht waren, versteuert werden. "Linie" bedeutete Steuergrenze,
deshalb auch "Linienwall".
Ab dem 1. Jänner 1892 gehörten die nahen Vororte zu Wien, doch der Linienwall
lag noch als mächtige Barriere zwischen den neuen Bezirken und der Inneren
Stadt. Obwohl die Menschen in derselben Stadt lebten, mußten sie dort die
"Verzehrungssteuer" bezahlen. Zu dieser Zeit hatte der Wall keine militärische
Bedeutung mehr. An manchen Stellen verfiel er, an anderen war er bereits eingeebnet
worden. Bereits 1873 begann man mit dem Bau der Gürtel-Straße entlang
der Mauer, die jedoch erst nachdem sie am 21. August 1893 der Gemeinde Wien überlassen
wurde, abgebrochen werden konnte. Damit war Platz geschaffen für die breite
Straße, wie wir sie heute kennen, und für die Stadtbahn, deren Bau
1893 in Angriff genommen wurde.
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