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Jahre ist sie alt, die Fichte, die im Jahr 2000 den Christkindlmarkt vor dem Rathaus
schmückt. Und - damit man sie ja nicht übersieht - hat man auch lebensgroße
Krippenfiguren aufgestellt.
Die Tradition dieses Weihnachtsmarktes reicht bis ins Jahr 1294 zurück. Damals
diente der "Dezembermarkt" nicht als Augenschmaus, sondern zur Sicherstellung
der Versorgung der Bevölkerung. Im 16. Jhdt. hieß er dann "Thomasmarkt"
und bot neben dem üblichen Warenangebot (Textilien und Lebensmittel) auch
schon Lebzelter- und Zuckerbäckerwaren an.
Christbäume
werden bei uns nach norddeutscher Sitte erst seit der Biedermeierzeit aufgestellt
und die Bescherung wurde ebenso in dieser Zeit eingeführt. Da kamen am "Nikolo-
und Weihnachtsmarkt", der damals "Am Hof" abgehalten wurde, dann
Goldengel, versilberte Nüsse, Kugelschnüre und Lametta in Mode.
Seit
1975 gibt es ihn unter dem Namen "Adventzauber" wieder am Rathausplatz.
In über 140 geschmückten Hütten werden im Jahr 2000 Spielsachen
(kein Kriegsspielzeug!), Krippenfiguren, Baumschmuck, aber auch edle und traditionelle
Geschenkartikel und Süßigkeiten angeboten. Man hat sich wieder seiner
Tradition besonnen und Billigst-Textilien sowie Haus- und Küchengeräte
vom Platz verbannt, was die Qualität des Christkindlmarktes im Vergleich
zu den Vorjahren wohltuend steigert.
Heiße
Getränke zum Aufwärmen werden im "Wiener Christkindlmarkt-Häferl"
angeboten, für das Pfand verlangt wird - das oft nicht eingelöst wird.
Viele Besucher nehmen sich das Häferl als Souvenir mit nach Hause. So hat
man nicht nur eine schöne, bleibende Erinnerung, auch unnötiger Müll
wird geschickt vermieden.
Von geschätzten 3 Millionen Besuchern kommen 500.000 aus dem Ausland. Man
sollte dabei gewesen sein!
Mehr Infos:

Christkindlmarkt
auf dem Rathausplatz
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