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Wer
in der U-Bahn auf den Boden oder an manchen kürzlich gebauten Kreuzungen
auf den Gehsteig schaut, findet parallel verlaufende Rillen eingefräst. Blinde
Menschen ertasten sie mit ihrem Stock und werden von ihnen sicher zu den Ausgängen
bzw. an Ampeln zur Hauswand geleitet.
Manche stört es, wenn es an einer Ampel ständig tickt - manchmal langsam,
manchmal schnell. Das Ticken zeigt blinden oder sehbehinderten Menschen an, ob
die Ampel für sie frei oder gesperrt ist.
Aber auch die Aufmerksamkeit somanchen gut Sehenden, der an der Kreuzung eifrig
ins Gespräch vertieft den Wechsel auf die Grünphase für Fußgeher
verpaßt hat, hat das Ticken wieder auf das Verkehrsgeschehen gelenkt.

Die blauen Kästen, die an immer mehr Ampelpfosten in Wien hängen und
ticken, haben noch eine weitere Bedeutung. Hier können Blinde ertasten, wie
der Fußgängerübergang vor ihnen aussieht. An den auswechselbaren
Plättchen können sie sich informieren, aus welcher Richtung die Fahrzeuge
kommen und wie viele Fahrbahnen bzw. Gleise zu überqueren sind.
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