-EINKAUFSTRASSEN, MÄRKTE

Der Naschmarkt

Ursprünglich hieß er "Aschenmarkt", von "Asch" = Milcheimer, wie man solche gegen Ende des 16. Jahrhunderts nannte. 1774 wurde der heutige Naschmarkt vor dem ehemaligen Freihaus auf der Wieden eröffnet und hauptsächlich Milch und Gemüse verkauft. Später kamen dann die "Bratlbrater" und die "Knödelhütten" dazu.

Ab 1793 mußte alles Gemüse, das nicht von Donauschiffen geliefert wurde (die hatten ihren eigenen Markt), am Markt an der Wien verkauft werden.

Früher blieben die "Standeln" Generationen lang in der Familie. In den letzten Jahrzehnten zeigt sich der Naschmarkt in vielfältiger Multikultur. Genauso wie sich "Wiener Schmäh" mit orientalischem Flair vermischt, findet man vom "Burenwürstel", der "Eitrigen" (Käsekrainer) und den klassischen "Frankfurtern" über Sushi bis hin zu Kebab und Pizza fast alles.

Auch das Angebot wurde vielfältiger. Wenn jemand in Wien eine bestimmte exotische Frucht sucht, hat er am Naschmarkt die größte Chance, sie zu finden.

Sowohl auf dem Gebiet des Naschmarktes als auch auf den beiden Wienzeilen rechts und links des Flusses und in den umliegenden Gassen haben sich unzählige Gastronomiebetriebe angesiedelt, die von der traditionellen Wiener Küche im Beisl bis zu luxuriösen ausländischen Lokalen eine bunte Palette für jeden Geschmack und Geldbeutel bieten.

Jeden Samstag von 6 bis 13 Uhr füllt sich der Platz hinter dem Marktamt mit dem Flohmarkt, der anfangs "Am Hof" angesiedelt war. Grundsätzlich darf dort jeder etwas verkaufen, allerdings ist eine Anmeldung im Marktamt erforderlich, um die Plätze einteilen zu können. Der Platz "Am Hof" konnte den Ansturm nicht mehr fassen. Der Flohmarkt wurde auf den Naschmarkt verlegt.