-SEHENSWERT |
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Die Steinfiguren
1773 war's, als der Bildhauer Johann Christian Wilhelm Beyer den Auftrag für
32 (nach anderer Quelle 36) Statuen erhielt, die 7 Fuß und 6 Zoll (ca. 2,45
m) hoch sein sollten. Er hatte dem Kaiserhaus ein besonders preiswertes Angebot
machen können, da er in der Nähe von Sterzing, Südtirol, das damals
noch zu Österreich gehörte, Steinbrüche mit hochwertigem Marmor
entdeckt hatte.
Beyer machte sich noch im Sommer mit seinem Team von 15 Bildhauern auf zu den
Steinbrüchen, wo die Figuren bereits grob aus den Blöcken herausgearbeitet
wurden, um ihr Gewicht für den Transport zu verringern. Im Winter wurden
die Blöcke bis zur Brennerstraße gebracht, wo sie im Frühjahr
von den Fuhrleuten, die Salz nach Italien brachten, und meist leer zurückfuhren,
gerne für wenig Geld mitgenommen wurden. Von Hall am Inn brachte man sie
dann per Schiff nach Wien, wo man für Beyer in der heutigen Wagenburg ein
Atelier eingerichtet hatte. Dort wurden die Figuren fertiggestellt.
Ursprünglich sollten sie im Großen Parterre an den Ecken der Rasenfelder
aufgestellt werden. Dann entschloß man sich, sie entlang der Hecken zu plazieren.
Nun kann man sie nicht mehr von allen Seiten ansehen. Viele Details gehen dadurch
für den Betrachter verloren.
Die Statuen benutzte Josef Zhismann, der Lehrer des Kronprinzen Rudolf, als Anschauungsmaterial
für den Unterricht in Geschichte und Mythologie. Beide waren sehr stolz,
als der Kronprinz bald alle Figuren kannte.
Die Figuren im Garten stellen antike Götter und Helden dar. Mit ihnen sowie
der Gloriette, dem Obeliskbrunnen und der Römischen Ruine ist der Bezug zum
antiken Rom herauszulesen. Dieses galt als Zentrum des römischen Weltreiches,
als dessen Erben und Nachfolger sich die Habsburger in ihrer Funktion als Kaiser
des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation" sahen. Viele
Gestalten auf den Steinsockeln verkörpern Tugenden und Lebenshaltungen, die
einen guten Herrscher auszeichnen. Nach den steinernen Ahnen der Fam. Habsburg
wird man hier vergeblich suchen.
Hier sollen sie kurz vorgestellt werden. Wir beginnen beim Schloß links,
gehen vor zum Neptunbrunnen, wechseln hinüber auf die rechte Seite und beenden
den Rundgang beim Schloß. Es ist durchaus möglich, daß sich die
Standorte der Figuren in nächster Zeit verändern, da sie im Zuge der
Renovierungstätigketien weggebracht und die Lücke durch eine andere
Figur gefüllt wird.
Klicke auf die Bilder,
um sie zu vergrößern und etwas über die Figuren zu erfahren.
Bei manchen hat leider die Sonne einen Streich gespielt.