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Die
seit 1320 bestehende Annakapelle wurde zuerst von den Klarissinnen verwaltet,
später von den Jesuiten. Die Spätgotik ist von außen erkennbar;
von innen nur an den Strebepfeilern. 1629 - 1634 erfolgte die Barockisierung der
Kirche unter der Benutzung alter Bauteile sowie der Anbau des Turmes.
Nach einem Brand im Jahre 1747 gestaltete sie der Schüler Pozzos, Christian
Tausch, in einheitlichem Spätbarock. Tausch versucht sich im Gewölbe
in Scheinarchitektur, was ihm jedoch nicht so täuschend echt gelingt wie
seinem Meister.
Über dem Eingang befindet sich die Figur der "hl Anna selbdritt"
(Anna mit Maria und dem Jesuskind) aus dem 17. Jhdt.).
Im Innenraum präsentiert sich die Annakirche als einschiffige Saalkirche
mit Gurttonnengewölbe, eingezogenem Chor und auf jeder Seite drei Kapellen.
Die erste links, die Franz-Xaver-Kapelle, hat größere Ausmaße.
Man vermutet, daß es sich bei dieser Kapelle um die ursprünglich zu
einer spätmittelalterlichen Pilgerherberge gehörende Annakapelle handelt.
Der 26. Juli ist in der Annakirche alljährlich ein ganz besonderer Tag -
nicht nur deshalb, weil das der Namenstag der Anna ist, sondern auch, weil an
diesem Tag die wertvolle Reliquie ausgesetzt wird: die vollständig mumifizierte
Hand der hlg. Anna.
Der
Innenraum wirkt sehr schwer und dunkel, da der natürliche Lichteinfall in
die Kirche, die von höheren Häusern umgeben ist, gering ist. Er wird
nur von Goldverzierungen aufgehellt, die man konzentriert an der großen
Anna-Darstellung links vor dem Altar findet. Der Tabernakel am Altar zieht jedoch
mit seinem goldenen Glanz sofort den Blick auf sich und beherrscht mit seinem
Schein die gesamte Kirche.

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