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Die einen sind über die unkonventionelle
Gestaltung der Kirche begeistert, die anderen sagen "Stanahaufen" dazu,
denn ohne dominante Schauseite ist das Gotteshaus aus verschieden großen,
waagrecht und senkrecht, ja sogar schräg gestellten Blöcken zusammengestellt.
Bereits vor seiner Fertigstellung wurde über das ungewöhnliche Bauwerk
heftig diskutiert und so zum Ausflugsziel von neugierigen Gläubigen, Kunstinteressierten
und Architekten.
Der
sakrale Zyklopenbau entstand in Zusammenarbeit mit dem Architekten Fritz Gerhard
Mayer, der Wotrubas bildhauerisches Konzept 1974 - 1976 umsetzte und der meist
unerwähnt bleibt. Die 157 rohen Betonkuben, die sich zu einem skulpturhaften
Ganzen verbinden und teilweise erst während der Errichtung plaziert wurden,
stellen für die meisten Menschen das größte und bekannteste künstlerische
Vermächtnis Wotrubas dar. Skulptur und Architektur vermischen sich hier in
der eindrucksvollen Anhäufung von gewaltigen Betonquardern am Ende der Stadt
auf einem Hügel inmitten der freien Natur.
Das Licht fällt durch einfache Glasscheiben - die ohne starres Schema in
die unregelmäßigen Zwischenräume zwischen den Bauteilen eingesetzt
sind - in den Innenraum, woraus sich unruhige Belichtungseffekte aus sich überschneidenden
Lichtbündeln ergeben.
In der angenommenen Längsachse befindet sich zwischen der großzügig
verglasten Eingangsfront und der aus einem vertikal gestellten Block gebildeten
Altarwand der etwa zentral postierte würfelförmige Altartisch aus Kunstmarmor
mit Kerzenleuchtern aus Bronze. An der Altarwand findet sich ein Bronzekreuz,
das ein Abguß des von Wotruba für die Hofkirche in Bruchsal geschaffenen
Kreuzes ist.
Fritz Wotruba wollte eine zur Meditation einladende Kirche gestalten. Er starb
am 28. August 1975 und erlebte die vollendete Umsetzung seiner Pläne nicht
mehr.
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