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Das Leben der "Sissi" kennt
man aus den gleichnamigen Filmen, wo die Kaiserin von Romy Schneider dargestellt
wurde. Die Story ist schnell erzählt.
Sissi entstammt der Wittelsbacher Dynastie, wächst frei und unbeschwert auf,
bis sie zufällig Franz Joseph I., Cousin, trifft. Geplant ist, daß
er ihre Schwester Helene heiratet. Zum Entsetzen seiner Mutter verlobt er sich
aber mit der 15jährigen Sissi, deren Erziehung überhaupt nicht auf das
Spanische Hofzeremoniell, welches am Wiener Hof praktiziert wird, abgestimmt ist.
Neun
Monate später:
Reise auf rosengeschmücktem Raddampfer donauabwärts nach Wien, Empfang
durch die Habsburger im Schloß Schönbrunn, Prunkzug durch Wien in von
acht Lipizzanern gezogenen Karosse, 19 Uhr: Trauung in der Augustinerkirche, danach
in die Hofburg, Audienzprogramm. Das alles an einem Tag.
Flitterwochen in Laxenburg.
Es folgt: der kaiserliche Alltag. Und damit beginnen die Probleme.
Franz geht den Staatsgeschäften nach, während Schwiegermutter Sophie
ihr hartes Umerziehungsprogramm in Angriff nimmt, um aus Sissi eine vorzeigbare
Habsburger-Kaiserin zu machen. Für Sissi sind die lustigen Jahre vorbei.
Gehaßt von Sophie lebt sie in einer steifen Hofgesellschaft, wo sie nicht
einmal bei ihrem Mann Trost findet, denn der ist zu beschäftigt.
Mit 18 Jahren (1955) bringt sie Tochter Sophie zur Welt [hier endet der 3-Teiler
"Sissi" mit Happy-End], im Jahr darauf Gisela. 1857 stirbt Töchterchen
Sophie. 1858 gebärt Sissi den heiß erwarteten Kronprinz Rudolf. Damit
war ihre Funktion erfüllt. Von ihren Kindern hat sie nicht viel - die Schwiegermutter
nimmt sie sofort in ihre Obhut und zieht sie auf.
1868 wird noch Töchterchen Marie Valerie geboren, die von Sissi vergöttert
wird.
Franz
zieht in den Krieg gegen Frankreich und Italien, doch ist er, wie Sissi feststellen
muß, in amourösen Abenteuern erfolgreicher wie in militärischen.
Die junge Kaiserin zieht sich daraufhin von Hof und Kaiser zurück und widmet
sich fortan der Körperpflege, ihren Hunden, Pferden und Reisen.
Zwar fällt dem Volk wohl auf, daß sich das Kaiserpaar auseinandergelebt
hat und heißt das gar nicht gut. Die Kaiserin hat jedoch sofort wieder alle
Sympathien, als man von der Tragödie von Mayerling erfährt: Im dortigen
kaiserlichen Jagdschloß nahe bei Wien erschießt aus nie geklärten
Gründen Sissis Sohn Rudolf seine Geliebte und dann sich selbst.
Sissi ist darüber so untröstlich, daß sie fortan nur noch Schwarz
trägt.
Im Alter ist ihre Gesundheit aufgrund ihrer zahlreichen Hungerkuren stark angegriffen.
Gestorben ist sie jedoch eines gewaltsamen Todes. 1898 wird sie in Genf von dem
italienischen Anarchisten Luigi Lucheni mit einer Feile erstochen.
Das
Denkmal im Volksgarten
An Sissi erinnert in der nördlichsten Ecke des Volksgartens eines der schönsten
secessionistischen Denkmäler. Auf der Rückwand des Marmorsockels steht
zu lesen: "Ihrer unvergeßlichen Kaiserin Elisabeth errichteten dieses
Denkmal in unwandelbarer Liebe und Treue Österreichs Völker 1907".
Den
Platz für das Denkmal im Volksgarten hat zwar Kaiser Franz Joseph selbst
ausgesucht, doch erstmals kam der Auftrag zu einem Habsburger-Denkmal nicht vom
Hof selbst, sondern von einer Gruppe von Privatleuten, unter ihnen Hofjuwelier
Mayer. Vier Jahre nach Sissis Ermordung wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben.
67 Einsendungen gab es, doch das Preisgericht wählte keinen Sieger aus. Die
Künstler protestierten und reichten Klage ein. 1904 gab's eine neuerliche,
begrenzte Ausschreibung. Hans Bitterlich und Friedrich Ohmann bekamen den Zuschlag.
Drei Jahre später war das Werk vollendet und wurde am 4. Juni 1907 enthüllt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es renoviert.
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