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Daß
er 1756 - 1791 gelebt hat und bereits mit 6 Jahren zusammen mit seiner Schwester
Nannerl durch sein Klavierkonzert vor Maria Theresia in die Wiener Musikgeschichte
einging, ist bekannt. Später wurde er erzbischöflicher Konzertmeister
in Salzburg und zog 1781 nach Wien, um hier als freier Musiker bzw. im Auftrag
des Hofes seine berühmtesten Kompositionen zu schaffen.
Er hatte das große Glück, in einer für ihn idealen Umgebung aufzuwachsen.
Seine Mutter - schön, zärtlich, geliebt von ihrem Mann - war eine einfache,
gesellige Frau, die in ihrer Familie aufging. Sein Vater muß ein pädagogisches
Naturtalent gewesen sein. Seine Violinschule, die er im Geburtsjahr Wolfgangs
veröffentlichte, wurde schnell zum Standardwerk, in alle wichtigen Sprachen
übersetzt und für über 100 Jahre das Rückgrad jeder Streicherausbildung.
Leopold Mozart könnte durchaus eine große Karriere vor sich gehabt
haben, doch er verzichtete bewußt darauf, als er das Genie seines Sohnes
erkannte.
Mit 25 Jahren verließ Mozart Salzburg und versuchte, in Wien Fuß zu
fassen. Freunde und Bekannte berichten, ihn stets heiter und niemals mürrisch
gesehen zu haben. Er war belesen; neben der Bibel war er auch mit der klassischen
Mythologie bestens vertraut. So oft er dazu Gelegenheit hatte, ging er ins Theater.
Mit 35 Jahren stirbt er.
Um den Tod Mozarts ranken sich zahlreiche Legenden. Als falsch hat sich herausgestellt,
daß er von seinem "Rivalen" Saleri vergiftet wurde, denn im Grunde
haben sich die beiden ganz gut vertragen. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen
wollen herausgefunden haben, daß der Komponist von einem gehörnten
Ehemann vergiftet worden sei, was bei Mozarts oft nicht korrektem Lebenswandel
durchaus möglich sein könnte.
Die Vermutung einer Vergiftung stammt auch von Mozart selbst, als sich sein Gesundheitszustand
im Oktober 1791 plötzlich verschlechtert. Er liegt "mit Geschwulst an
Händen und Füssen und einer beinahe gänzlichen Unbeweglichkeit
derselben, der später plötzliches Erbrechen folgte" im Bett, was
ihn aber nicht daran hindert, an seinem letzten Werk, dem Requiem zu arbeiten.
Mozart soll den Auftrag, seine eigene Totenmesse zu komponieren, vom Tod selbst
erhalten haben. Tatsächlich war es der Sohn des Wiener Bürgermeisters
Anton Leitgeb, der allerdings ein beängstigendes Aussehen hatte.
Nachdem Mozart gestorben war, wurde er in ein Armengrab geworfen - ein ungewöhnliches
Verfahren bei einem so berühmten Mann! Tatsächlich wird er in einer
Kapelle des Stephansdoms unter der Anteilnahme der männlichen Familienmitglieder,
Antonio Saleris, vieler Freimaurer sowie von Mitgliedern des Adels eingesegnet.
Wie es in der josephinischen Begräbnisordnung vorgesehen ist, wird er danach
auf den St. Marxer-Friedhof überführt. Es herrschte fürchterliches
Schneegestöber und Hagel an jenem Tag, sodaß die Besucher des Begräbnisses,
insbesondere die schwerkranke Witwe Constanze, davon absahen, dem Sarg zum Schachtgrab
zu folgen. So kommt dieser eigenartige Fall zustande, daß man bis heute
nicht genau weiß, wo der Komponist vergraben wurde.
Seine Frau Constanze heiratet wieder und versteht es sehr gut, gemeinsam mit ihrem
zweiten Mann das Erbe Mozarts kommerziell zu nutzen.
So ist es nicht verwunderlich, daß man Mozart in Wien sehr oft begegnet.
Im Burggarten an
der Ringstraße als Denkmal,
für welches damals nur schwer ein Platz gefunden wurde. Sowohl Rathaus- als
auch Stadtpark waren im Gespräch, bis es nach jahrelanger Diskussion zwischen
Oper und Albrechtsrampe seinen Standort fand.
Von der Gründung einer Denkmalkasse bis zur feierlichen Enthüllung vergingen
77 Jahre.
Auch der dafür ausgeschriebene Wettbewerb ging eigene Wege: Im ersten Durchgang
fielen alle Entwürfe durch. Beim zweiten wählte die Fachjury den Vorschlag
von Edmund Hellmer. Seine Freude währte aber nicht lange, denn der verantwortliche
Verein, das Mozartdenkmalkomitée, überstimmte die Jury und erkor den
Entwurf vom zweitgereihten Viktor Tilgner. Ein merkwürdiger Zufall, daß
Tilgner auch in der Jury gesessen hat? Auf alle Fälle war die Sache ein gefundenes
Fressen für Karikaturisten und Tratschereien.
Die
Reliefs zeigen Szenen aus "Don Giovanni" sowie Mozart im Kreise seiner
Familie als Kind. Der zweifelhafte Sieger erlebte die Enthüllung seines Werkes
1896 nicht mehr: Er starb 5 Tage vorher.
Durch einen Bombenschaden kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs mußte das
Denkmal von seinem Platz vor der Albertina entfernt und restauriert werden. Erst
1953 wurde es am heutigen Standort aufgestellt.
Im Schloß Schönbrunn.
Im Palais Collalto (1, Am Hof 13), wo der 6jährige kurz vor dem Konzert
am Kaiserhof das erstemal vor die Wiener Öffentlichkeit trat.
Im "Deutschordenshaus" (1, Singerstraße 7), wo Mozart 1781
mit dem Gefolge des Salzburger Fürsterzbischofs Graf Colloredo wohnte.
Im "Figarohaus" (1, Domgasse 5), wo er 1784 - 1787 wohnte. Dort
besuchten ihn Haydn und Beethoven.
Im Griechenbeisl (1, Fleischmarkt 11) befindet sich im Unterschriftenzimmer,
an dessen Wände sich Prominente verewigten, auch Mozarts Signatur.
Während seinem letzten Lebensjahr wohnte Mozart im ehemaligen "Kleinen
Kaiserhaus" (1, Rauhensteingasse 8 = Kärntner Straße 19).
Heute befindet sich dort ein großes Kaufhaus. Im 5. Stock befindet sich
ein Mozart-Gedenkraum.
An der Nordseite des Stephansdomes, beim Ausgang aus den Katakomben, findet
man eine Gedenktafel: "An dieser Stätte wurde des unsterblichen Wolfgang
Amadeus Mozarts Leichnam am 6. Dezember 1791 eingesegnet."
Am Zentralfriedhof, Gr. 32 A, Grab Nr. 55. Auf dem Ehrengrabmal steht zwar
Mozart drauf, aber es ist kein Mozart drin. Ursprünglich stand der Gedenkstein
auch am St. Marxer Friedhof (3, Leberstraße 6 - 8, ca. Grab 179),
wo Mozart tatsächlich beerdigt wurde. Seit 1870 erinnert dort ein Grabdenkmal
an die ungefähre Lage der Begräbnisstätte.
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