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Als "Hof- oder Kaisergarten" wurde er 1816 - 1819 vom Hofgärtner
Franz Antoine d. Ä. in Anlehnung an die Vorschläge
von Kaiser Franz I. für die kaiserliche Familie angelegt. Er liegt bedeutend
tiefer als das Niveau der Ringstraße und ist ein schönes Beispiel für
die Gartengestaltung jener Zeit. Das wellige Terrain mit den alten Bäumen
und die unregelmäßige Kontur des Teiches vermitteln den Eindruck einer
natürlichen Landschaft.
Friedrich
Ohmann, der damals mit dem Ausbau der neuen Burg betraut war, ersetzte 1901 das
alte, von Ludwig Remy 1823 gebaute Gewächshaus durch ein neues.
Die kleine Bleifigur im Teich stellt Herkules mit dem Nemischen Löwen dar
und entstand um 1760.
DENKMÄLER:
Kaiser
Franz Joseph I. (1848 - 1916):
Die Statue ist eine Kopie jenes Standbildes, das Johannes Benk 1904 aus Stein
gemeißelt hat. Die Steinfigur war für die Infanteriekadettenschule
in der Hütteldorferstraße bestimmt. Josef Tuch, ein Schüler Benks,
goß die Figur nach. Sie wurde in Wiener Neustadt aufgestellt.
Das Denkmal geht auf die Initiative eines nach dem Ersten Weltkrig gegründeten
Vereins zurück, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, bereits bestehende
Franz Joseph-Denkmäler zu erhalten. Dieses hätte durch Spenden finanziert
werden sollen, was aber durch den Beginn der Naziherrschaft in Österreich
scheiterte.
1938, gleich nach dem Anschluß, wollten die Nationalsozialisten das auf
einem Steinsockel stehende Metallstandbild des Kaisers in Uniform mit dem Befehlshaberstab
verschrotten lassen. Sie kam in die Metallhütte nach Liesing, wo sie den
Krieg unbeschadet überstand. Hans Lauda, Präsident der Industriellenvereinigung,
veranlaßte, daß sie am 18. August 1957 im Burggarten aufgestellt wurde.
Kaiser Franz Stephan v. Lothringen, kurz: Franz I.
(1745 - 1765, Gemahl von Maria Theresia): Der Begründer der Dynastie
Habsburg-Lothringen wurde bereits zu Lebzeiten von Balthasar Ferdinand Moll in
einem Reiterstandbild verewigt. Da es vom Hof nicht gekauft wurde, hinterließ
es der Künstler seiner Familie. Ab 1797 stand es im "Paradeisgartl"
auf der Burgbastei bzw. Löwelbastei (versch. Angaben) im Gebiet des heutigen
Volksgarten. 1819 wurde es in den Burggarten übersiedelt.
Es ist das älteste Reiterstandbild Wiens. 200 Jahre hielt es den Einflüssen
von Wind und Wetter stand, dann rosteten die Eisenbefestigungen im Bauch des Pferdes.
Das Denkmal ist bereits im Buch "Denkmal" (1995) mit Gerüst abgebildet
und wird es wohl noch einige Zeit behalten.
Bereits mit 15 Jahren kam Franz I. an den Wiener Hof, da seine Heirat mit Maria
Theresia vorausgeplant war. 1745 wurde er römisch-deutscher Kaiser, nachdem
er auf die Herrschaft in Lothringen verzichtet hatte. Die Regierungsgeschäfte
führte Maria Theresia.
Er hatte zwar wenig politischen Einfluß, dennoch gelang es ihm, die Finanzverwaltung
zu reformieren und die Staatsschulden zu verringern. Gerne beschäftigte er
sich auch mit seinen Sammlungen. Die Bestände seines Naturalienkabinetts
bildeten den Grundstock für die Sammlungen des Naturhistorischen Museums.
Wolfgang Amadeus Mozart
Abraham a Santa Clara (1644 - 1709). Er rief zum Kampf gegen die Osmanen
auf. Steinfigur von Hans Schwathe 1928.
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